Was kostet eine Photovoltaik-Anlage?
Solaranlage mit oder ohne Speicher
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Photovoltaik
Kostenschätzung vom 23.8.2026
Deine Angaben
- Anlagenleistung
- 10 kWp
- Dachdeckung
- -
- Zustand des Dachs
- -
- Batteriespeicher
- -
- Zählerschrank erneuern
- -
- Notstrom- oder Ersatzstromfunktion
- Nein
- Wallbox fürs E-Auto mitinstallieren
- Nein
- Region
- Deutschland (Durchschnitt)
Geschätzte Gesamtkosten
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So sparst du
- Steht ohnehin eine Dachsanierung an, beides zusammen beauftragen: Das Gerüst fällt nur einmal an und spart 1.400–2.200 €.
- Anlage nicht zu klein planen. Die Fixkosten für Gerüst, Netzanschluss und Anmeldung fallen unabhängig von der Größe an - jedes zusätzliche kWp wird dadurch günstiger.
- Mindestens drei Angebote vergleichen und dabei auf die verbauten Komponenten achten, nicht nur auf den Gesamtpreis.
- Speicher später nachrüsten ist möglich, kostet aber mehr als der gleichzeitige Einbau - wenn der Speicher ohnehin geplant ist, gleich mitmachen.
- Zählerschrank vorab vom Elektriker ansehen lassen. Dieser Posten ist die häufigste Überraschung bei Nachrüstungen im Altbau.
Unverbindliche Richtwerte, kein Angebot. Tatsächliche Preise hängen von Zustand, Betrieb und Marktlage ab und können abweichen. Hole für eine verlässliche Zahl immer mehrere Angebote ein - dieses Ergebnis eignet sich als Verhandlungsbasis.
Datenstand: Q3/2026 · Methodik: reno-rechner.de/methodik
Geschätzte Gesamtkosten
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Noch offen: Dachdeckung · Zustand des Dachs · Batteriespeicher · Zählerschrank erneuern
Photovoltaik nachrüsten: die Kosten im Überblick
Eine PV-Anlage im Bestand kostet 2026 je nach Größe zwischen rund 950 und 1.500 € pro kWp - deutlich weniger als noch vor zwei Jahren, weil Module und Wechselrichter stark im Preis gefallen sind. Für ein Einfamilienhaus mit 10 kWp bedeutet das etwa 8.800–13.000 € ohne Speicher. Kommt ein 10-kWh-Speicher dazu, liegt die Spanne bei rund 12.100–18.200 €. Diese Werte sind an monatlich erhobenen Angebotsdaten aus dem deutschen Markt kalibriert, nicht an Listenpreisen.
Wichtig für den Preisvergleich: Seit 2023 gilt für Anlagen auf Wohngebäuden der Nullsteuersatz. Angebote sind damit brutto wie netto identisch - wenn ein Anbieter Mehrwertsteuer ausweist, lohnt eine Rückfrage.
Kleine Anlagen sind pro kWp deutlich teurer, weil Gerüst, Netzanschluss, Anmeldung und Planung unabhängig von der Größe anfallen. Zwischen 5 und 10 kWp sinkt der Preis pro kWp am stärksten.
Erst das Dach, dann die Anlage - oder beides zusammen
Eine PV-Anlage ist auf 25–30 Jahre ausgelegt. Hält die Dachdeckung darunter nicht mehr so lange, wird es teuer: Für eine spätere Dachsanierung müssen Module, Unterkonstruktion und Verkabelung ab- und wieder aufgebaut werden. Für eine Anlage um 8 kWp kostet das etwa 1.200–2.000 €, bei größeren Anlagen entsprechend mehr.
Die Faustregel der Praxis: Ist die Eindeckung älter als 25–30 Jahre oder zeigt sie Schäden, gehört die Sanierung vor die PV-Montage. Bei Dächern ab etwa 30 Jahren sollte zusätzlich die Statik geprüft werden, weil die Module dauerhaft Zusatzlast auf die Sparren bringen.
Fällt beides zusammen, wird es deutlich günstiger: Das Gerüst steht nur einmal, die Gewerke stimmen sich direkt ab und die Dachhaut ist frisch. In unserem Rechner kannst du das über die Auswahl beim Dachzustand abbilden - die Gerüstkosten entfallen dann. Wie viel die Sanierung selbst kostet, rechnest du im Dachsanierungs-Rechner aus.
Speicher: sinnvoll oder zu teuer?
Ein Speicher kostet installiert etwa 330–520 € pro kWh nutzbarer Kapazität. Er erhöht den Eigenverbrauch typischerweise von rund einem Drittel auf zwei Drittel bis drei Viertel des erzeugten Stroms - rechnet sich aber nur, wenn der Strompreis deutlich über der Einspeisevergütung liegt.
Als Größenordnung nennt die Verbraucherzentrale 1–1,5 kWh nutzbare Kapazität je 1.000 kWh Jahresstromverbrauch. Wer eine Wärmepumpe oder ein E-Auto betreibt, darf großzügiger rechnen. Deutlich größer als nötig zu dimensionieren, lohnt sich selten - die zusätzlichen kWh werden im Jahresverlauf zu selten gefüllt und geleert.
Der unterschätzte Posten: Zählerschrank und Elektrik
Bei Nachrüstungen im Altbau ist der Zählerschrank die häufigste böse Überraschung. Anlagen aus der Zeit vor etwa 2000 erfüllen die heute geforderten Normen oft nicht mehr, und der Netzbetreiber verlangt vor der Inbetriebnahme einen normgerechten Zählerplatz. Je nach Aufwand kostet das 1.500–3.200 €.
Lass das vor der Angebotseinholung von einem Elektriker ansehen. Ein Angebot, das den Zählerschrank nicht erwähnt, ist bei einem älteren Haus meist unvollständig - und die Nachforderung kommt dann mitten im Projekt.
Diese Faktoren bestimmen den Preis
| Faktor | Auswirkung |
|---|---|
| Anlagengröße | 5 kWp ca. 1.480 €/kWp, 15 kWp ca. 960 €/kWp |
| Dachdeckung | Schiefer/Biberschwanz ca. +45 % auf die Montage |
| Flachdach | Aufständerung teurer, dafür meist ohne Gerüst |
| Gerüst | 1.400–2.200 €, entfällt bei gleichzeitiger Dachsanierung |
| Batteriespeicher | +330–520 € je kWh nutzbarer Kapazität |
| Zählerschrank erneuern | +1.500–3.200 € |
| Notstromfunktion | +400–1.500 € je nach Umfang |
| Wallbox | +1.100–2.300 € inkl. Installation |
| Region | ±15 % je nach Bundesland |
Häufige Fragen
Was kostet eine 10-kWp-Photovoltaikanlage?
Für ein Einfamilienhaus mit Ziegeldach liegt eine 10-kWp-Anlage ohne Speicher bei etwa 8.800–13.000 €, mit 10-kWh-Speicher bei rund 12.100–18.200 €. Das entspricht etwa 880–1.300 € pro kWp. Enthalten sind Module, Wechselrichter, Montage, Gerüst, Elektroarbeiten und die Anmeldung. Umsatzsteuer fällt bei Wohngebäuden nicht an.
Muss ich mein Dach vor der PV-Anlage sanieren?
Als Faustregel: Wenn die Eindeckung keine 25 Jahre mehr hält oder Schäden zeigt, ja. Sonst musst du die Anlage für die spätere Sanierung ab- und wieder aufbauen lassen, was bei einer 8-kWp-Anlage etwa 1.200–2.000 € kostet. Ist das Dach älter als 30 Jahre, lass zusätzlich die Statik prüfen. Wird ohnehin saniert, plane beides zusammen - das Gerüst fällt dann nur einmal an.
Fällt auf eine Photovoltaikanlage Mehrwertsteuer an?
Nein. Seit Januar 2023 gilt nach § 12 Abs. 3 UStG ein Umsatzsteuersatz von null Prozent für Lieferung und Installation von PV-Anlagen auf und an Wohngebäuden. Bei Anlagen bis 30 kWp gilt das ohne weitere Prüfung und schließt Speicher und Montage ein. Brutto- und Nettopreis sind damit identisch.
Wie viel Einspeisevergütung bekomme ich 2026?
Für Anlagen bis 10 kWp mit Teileinspeisung, die ab dem 1. August 2026 in Betrieb gehen, sind es 7,70 ct pro kWh; bei Volleinspeisung 12,22 ct. Der Satz gilt ab Inbetriebnahme 20 Jahre plus Restjahr. Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 eine EEG-Novelle beschlossen, nach der die feste Vergütung für Neuanlagen zum 1. Januar 2027 entfallen soll; der Bundestag berät ab September 2026. Beschlossen ist das noch nicht, Angaben ohne Gewähr.
Lohnt sich ein Batteriespeicher?
Er erhöht den Eigenverbrauch von etwa einem Drittel auf zwei Drittel bis drei Viertel. Wirtschaftlich wird er, wenn dein Strompreis deutlich über der Einspeisevergütung liegt - bei 7,70 ct Vergütung und Haushaltsstrompreisen ist die Differenz groß. Rechne mit 330–520 € je kWh installierter Kapazität und dimensioniere nach Verbrauch, nicht nach Maximum.
Wie groß sollte meine Anlage sein?
Faustregeln: 1–1,2 kWp je 1.000 kWh Jahresstromverbrauch, dabei braucht 1 kWp etwa 4,5–6 m² Dachfläche und liefert 900–1.100 kWh im Jahr. Für ein Einfamilienhaus sind 8–12 kWp üblich. Mit Wärmepumpe rechnest du großzügiger: 1–1,5 kWp je kW Heizlast, meist also 10–15 kWp. Weil die Fixkosten unabhängig von der Größe anfallen, lohnt es sich ohnehin, die verfügbare Dachfläche gut auszunutzen statt knapp zu planen.
Datenstand der Preisangaben: Q3/2026. Alle Werte sind unverbindliche Richtwerte - Details auf der Methodik-Seite.
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