Was kostet eine Wärmepumpe?
Luft-Wasser oder Erdwärme? Berechne die Gesamtkosten inklusive Einbau für dein Haus — und sieh direkt, wie stark die BEG-Förderung den Preis drückt.
Geschätzte Gesamtkosten
27.500 € – 39.000 €
Gesamtkosten inkl. Gerät, Einbau und hydraulischem Abgleich — vor Förderung
Kostenaufschlüsselung
- Material~19.950 €(60 %)
- Lohn / Handwerker~9.975 €(30 %)
- Nebenkosten~3.325 €(10 %)
Unverbindliche Richtwerte, kein Angebot. Tatsächliche Preise hängen von Zustand, Betrieb und Marktlage ab und können abweichen. Hole für eine verlässliche Zahl immer mehrere Angebote ein.
BEG-Förderung: bis zu 70 % Zuschuss
Der Staat fördert den Einbau einer Wärmepumpe über die BEG mit 30 % Grundförderung. Beim Austausch einer funktionierenden Öl-, Gas- oder Nachtspeicherheizung kommen 20 % Klimageschwindigkeits-Bonus dazu, bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen unter 40.000 € weitere 30 % — maximal 70 % auf höchstens 30.000 € förderfähige Kosten. Antrag vor Vertragsabschluss über die KfW stellen!
Angaben zu Förderung und Steuer: Stand Q3/2026, ohne Gewähr — prüfe die aktuellen Bedingungen vor der Antragstellung.
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So sparst du
- BEG-Förderung ausschöpfen: 30 % Grundförderung, +20 % Klima-Bonus beim Tausch einer alten Öl-/Gasheizung, +30 % einkommensabhängig — zusammen bis zu 70 % (gedeckelt auf 30.000 € förderfähige Kosten).
- Mehrere Angebote von Fachbetrieben mit Wärmepumpen-Erfahrung einholen — die Preisspanne ist bei kaum einem Gewerk so groß.
- Heizlastberechnung machen lassen statt Überdimensionierung: Ein zu großes Gerät kostet mehr und taktet ineffizient.
- Luft-Wasser statt Erdwärme prüfen: Die Mehrkosten der Bohrung amortisieren sich nur bei hohem Wärmebedarf.
- Wärmepumpenstromtarif beim Netzbetreiber anmelden — spart dauerhaft 10–25 % der Stromkosten.
Datenstand: Q3/2026 · So berechnen wir
Wärmepumpe: die Kosten im Überblick
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet für ein typisches Einfamilienhaus (140 m²) inklusive Einbau etwa 24.000 bis 34.000 €, eine Erdwärmepumpe mit Bohrung 34.000 bis 48.000 €. Klingt viel — aber nach Abzug der BEG-Förderung (mindestens 30 %, oft 50–55 %) bleiben davon häufig nur 12.000 bis 20.000 € Eigenanteil.
Im Gerätepreis steckt der Löwenanteil der Kosten (rund 60 %), der Rest verteilt sich auf Installation, hydraulischen Abgleich, Elektrik und Nebenkosten wie Fundament und Entsorgung der Altheizung.
Luft-Wasser oder Erdwärme?
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist der Standard: keine Bohrung, schnelle Installation, funktioniert auf fast jedem Grundstück. Die Erdwärmepumpe arbeitet effizienter (höhere Jahresarbeitszahl, geringere Stromkosten), kostet aber 8.000 bis 15.000 € mehr für Bohrung oder Flächenkollektor und braucht eine Genehmigung.
Faustregel: Bei gut gedämmten Häusern mit moderatem Wärmebedarf gewinnt fast immer die Luft-Wasser-Variante. Erdwärme lohnt sich bei hohem Wärmebedarf und langfristigem Horizont.
Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?
Meistens ja — entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur. Wenn das Haus mit maximal 55 °C Vorlauf warm wird (Test: an einem kalten Wintertag die Heizkurve absenken), läuft eine Wärmepumpe effizient. Oft reicht es, einzelne Heizkörper gegen größere Niedertemperatur-Modelle zu tauschen, statt eine Fußbodenheizung nachzurüsten.
Im unsanierten Altbau sollte die Reihenfolge stimmen: erst Dämmung von Dach und oberster Geschossdecke prüfen, dann die Heizlast berechnen lassen — sonst wird das Gerät überdimensioniert und teuer.
Diese Faktoren bestimmen den Preis
| Faktor | Auswirkung |
|---|---|
| Typ | Erdwärme ca. +10.000–14.000 € gegenüber Luft-Wasser |
| Wohnfläche / Heizlast | größeres Gerät nötig, ca. ±20 % |
| Gebäudezustand | unsanierter Altbau ca. +15 % |
| Heizkörpertausch | +4.000–8.000 € falls nötig |
| Warmwasser-Integration | +1.500–2.500 € |
| BEG-Förderung | −30 % bis −70 % auf max. 30.000 € Kosten |
Häufige Fragen
Was kostet eine Wärmepumpe inklusive Einbau?
Für ein Einfamilienhaus mit 140 m²: Luft-Wasser-Wärmepumpe ca. 24.000–34.000 €, Erdwärmepumpe ca. 34.000–48.000 € — jeweils vor Förderung. Nach BEG-Förderung liegt der Eigenanteil meist bei 12.000–20.000 €.
Wie hoch ist die Förderung 2026?
30 % Grundförderung für alle, +20 % Klimageschwindigkeits-Bonus beim Tausch einer alten Öl-/Gasheizung, +30 % Einkommensbonus (zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 40.000 €). Maximal 70 % Zuschuss auf höchstens 30.000 € förderfähige Kosten — also bis zu 21.000 €.
Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
Wenn das Haus mit maximal 55 °C Vorlauftemperatur warm wird, ja. Das trifft auf die meisten teilsanierten Altbauten zu. Kritisch wird es nur bei komplett unsanierten Gebäuden mit kleinen alten Heizkörpern — dort erst Dämmung und Heizkörpertausch einplanen.
Was kostet der Betrieb einer Wärmepumpe?
Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5–4,5 und einem 140-m²-Haus liegen die Stromkosten meist bei 1.000–1.800 € pro Jahr (mit Wärmepumpentarif). Das ist in der Regel deutlich günstiger als Gas oder Öl — mit steigender CO₂-Abgabe wächst der Vorteil.
Wie lange dauert der Einbau?
Der reine Umbau dauert 2–5 Tage (Luft-Wasser) bzw. 1–2 Wochen inkl. Bohrung (Erdwärme). Die Gesamtprojektdauer von Angebot bis Inbetriebnahme liegt wegen Förderantrag und Lieferzeiten meist bei 3–6 Monaten.
Datenstand der Preisangaben: Q3/2026. Alle Werte sind unverbindliche Richtwerte — Details auf der Methodik-Seite.
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