Was kostet eine Wärmepumpe?

Luft-Wasser- oder Erdwärmepumpe

140

Je größer die Fläche, desto höher die benötigte Heizleistung.

Wärmepumpen-Typ
Zustand des Gebäudes
Wärmeverteilung im Haus

Entscheidend für die Vorlauftemperatur - und damit für Effizienz und Umbaubedarf.

Zählerschrank erneuern

Eine Wärmepumpe braucht einen eigenen Stromkreis, oft einen zweiten Zähler und einen Steuerungsanschluss für den Netzbetreiber. In Schränken von vor etwa 2000 ist dafür meist kein Platz. Achte darauf, dass dieser Posten im Angebot auftaucht - er fehlt dort besonders häufig.

Geschätzte Gesamtkosten

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Geschätzt— €

Wärmepumpe: die Kosten im Überblick

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet für ein typisches Einfamilienhaus (140 m²) inklusive Einbau etwa 25.000 bis 32.000 €, eine Erdwärmepumpe mit Bohrung 36.000 bis 46.000 €. Klingt viel - aber nach Abzug der BEG-Förderung (mindestens 30 %, oft 50–55 %) bleiben davon häufig nur 12.000 bis 20.000 € Eigenanteil.

Im Gerätepreis steckt der Löwenanteil der Kosten (rund 60 %), der Rest verteilt sich auf Installation, hydraulischen Abgleich, Elektrik und Nebenkosten wie Fundament und Entsorgung der Altheizung.

Luft-Wasser oder Erdwärme?

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist der Standard: keine Bohrung, schnelle Installation, funktioniert auf fast jedem Grundstück. Die Erdwärmepumpe arbeitet effizienter (höhere Jahresarbeitszahl, geringere Stromkosten), kostet aber 8.000 bis 15.000 € mehr für Bohrung oder Flächenkollektor und braucht eine Genehmigung.

Faustregel: Bei gut gedämmten Häusern mit moderatem Wärmebedarf gewinnt fast immer die Luft-Wasser-Variante. Erdwärme lohnt sich bei hohem Wärmebedarf und langfristigem Horizont.

Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?

Meistens ja - entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur. Wenn das Haus mit maximal 55 °C Vorlauf warm wird (Test: an einem kalten Wintertag die Heizkurve absenken), läuft eine Wärmepumpe effizient. Oft reicht es, einzelne Heizkörper gegen größere Niedertemperatur-Modelle zu tauschen, statt eine Fußbodenheizung nachzurüsten.

Im unsanierten Altbau sollte die Reihenfolge stimmen: erst Dämmung von Dach und oberster Geschossdecke prüfen, dann die Heizlast berechnen lassen - sonst wird das Gerät überdimensioniert und teuer.

Diese Faktoren bestimmen den Preis

FaktorAuswirkung
TypErdwärme ca. +11.000–14.000 € gegenüber Luft-Wasser
Wohnfläche / Heizlastgrößeres Gerät nötig, ca. ±20 %
Gebäudezustandunsanierter Altbau ca. +15 %
Heizkörpertausch+4.000–7.000 € falls nötig
Warmwasser-Integration+1.500–2.200 €
Altheizung entsorgenGas +500–900 €, Öl inkl. Tank +1.500–2.800 €
KfW-Förderung−30 % bis −80 % auf max. 28.000 € Kosten

Häufige Fragen

Was kostet eine Wärmepumpe inklusive Einbau?

Für ein Einfamilienhaus mit 140 m²: Luft-Wasser-Wärmepumpe ca. 25.000–32.000 €, Erdwärmepumpe ca. 36.000–46.000 € - jeweils vor Förderung. Nach BEG-Förderung liegt der Eigenanteil meist bei 12.000–20.000 €.

Wie hoch ist die Förderung 2026?

Seit dem 21. Juli 2026 gilt: 30 % Grundförderung für alle, +16 % Klimageschwindigkeits-Bonus beim Tausch einer alten Öl-, Gas- oder Nachtspeicherheizung, dazu ein gestaffelter Einkommensbonus (bis 30.000 € Haushaltseinkommen 40 %, bis 40.000 € 30 %, bis 50.000 € 10 %; je Kind 10.000 € Freibetrag). Maximal 80 % Zuschuss auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten - also bis zu 22.400 €. Bonus und Höchstsumme sinken planmäßig alle sechs Monate.

Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?

Wenn das Haus mit maximal 55 °C Vorlauftemperatur warm wird, ja. Das trifft auf die meisten teilsanierten Altbauten zu. Kritisch wird es nur bei komplett unsanierten Gebäuden mit kleinen alten Heizkörpern - dort erst Dämmung und Heizkörpertausch einplanen.

Was kostet der Betrieb einer Wärmepumpe?

Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5–4,5 und einem 140-m²-Haus liegen die Stromkosten meist bei 1.000–1.800 € pro Jahr (mit Wärmepumpentarif). Das ist in der Regel deutlich günstiger als Gas oder Öl - mit steigender CO₂-Abgabe wächst der Vorteil. Wer zusätzlich eine Photovoltaik-Anlage betreibt, deckt einen Teil dieses Strombedarfs selbst und senkt die laufenden Kosten noch einmal spürbar.

Wie lange dauert der Einbau?

Der reine Umbau dauert 2–5 Tage (Luft-Wasser) bzw. 1–2 Wochen inkl. Bohrung (Erdwärme). Die Gesamtprojektdauer von Angebot bis Inbetriebnahme liegt wegen Förderantrag und Lieferzeiten meist bei 3–6 Monaten.

Lohnt sich Photovoltaik zusätzlich zur Wärmepumpe?

In den meisten Fällen ja, weil sich beide Anlagen ergänzen: Die Wärmepumpe braucht Strom, die PV-Anlage liefert ihn zu deutlich geringeren Kosten als das Netz. Der Eigenverbrauch steigt dadurch von typisch 20–30 % auf 60–80 %, und die Stromkosten der Wärmepumpe sinken merklich. Als Dimensionierung gilt die Faustregel 1–1,5 kWp je kW Heizlast, für ein Einfamilienhaus also meist 10–15 kWp. Wichtig zur Erwartung: Im Winter, wenn die Wärmepumpe am meisten leistet, liefert die Anlage am wenigsten - eine PV-Anlage ersetzt den Netzbezug also nicht, sie reduziert ihn. Was die Anlage kostet, rechnest du im Photovoltaik-Rechner aus.

Wärmepumpe oder Gasheizung - was ist günstiger?

In der Anschaffung ist die Gasheizung günstiger (ca. 8.000–15.000 € gegenüber 25.000–32.000 € vor Förderung). Nach der BEG-Förderung schrumpft der Abstand aber stark, und im Betrieb dreht sich das Bild: Eine Wärmepumpe kostet meist 1.000–1.800 € Strom pro Jahr, während Gaskosten mit dem steigenden CO₂-Preis Jahr für Jahr zulegen. Über 15–20 Jahre gerechnet ist die Wärmepumpe in gut gedämmten Häusern in der Regel günstiger - und für neue Gasheizungen gelten zunehmend Einschränkungen (65-%-Erneuerbaren-Pflicht im GEG).

Datenstand der Preisangaben: Q3/2026. Alle Werte sind unverbindliche Richtwerte - Details auf der Methodik-Seite.

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