Über uns & Methodik
Wer renoviert, bekommt Preise oft erst spät zu sehen: Handwerker nennen Zahlen verständlicherweise erst nach der Besichtigung, Portale wollen zuerst deine Kontaktdaten, und Ratgeber-Artikel nennen absurd große Preisspannen. RenoRechner setzt vorher an - hier lernst du, wie unsere Zahlen entstehen.
So kalkulieren wir
Jeder Rechner basiert auf einem Kalkulationsmodell aus drei Bausteinen:
- Basispreise je Einheit (m², Fenster, Anlage) für das jeweilige Ausstattungsniveau - als Spanne, nie als Punktwert.
- Regionsfaktor für dein Bundesland (±15 %), abgeleitet aus regionalen Lohn- und Baukostenniveaus.
- Projektfaktoren wie Zustand, Zusatzarbeiten oder Eigenleistung, die als Zu- und Abschläge einfließen.
Das Ergebnis runden wir bewusst auf glatte Beträge - eine Schätzung, die auf den Euro genau aussieht, wäre Scheinpräzision.
Wie die Kostenaufteilung entsteht
Jedes Ergebnis zeigt die Verteilung auf Material, Lohn und Nebenkosten. Diese Anteile sind keine festen Prozentwerte: Wir kalkulieren jede Maßnahme aus einzelnen Kostenblöcken - Basisleistung, Zusatzarbeiten, Gerüst und so weiter - und jeder Block bringt seine eigene typische Aufteilung mit. Ein Gerüst ist fast reine Nebenkosten, Leitungsarbeiten sind lohndominiert, ein Wärmepumpen-Gerät ist überwiegend Material.
Die angezeigte Aufteilung ist der gewichtete Durchschnitt der Blöcke deiner konkreten Konfiguration - sie verändert sich also mit deinen Eingaben. Die Anteile je Block leiten wir aus Baukosten-Kennwerten und typischen Angebotsstrukturen der Gewerke ab. Was in den drei Blöcken jeweils steckt, erklärt der Aufklapper „Worauf basiert diese Aufteilung?" direkt unter jedem Ergebnis.
Woher die Daten kommen
Unsere Basispreise stützen sich auf öffentlich verfügbare Quellen: die amtlichen Baupreisindizes des Statistischen Bundesamts, die die Instandhaltung von Wohngebäuden getrennt nach Gewerken ausweisen, Baukosten-Kennwerte (u. a. BKI), Auswertungen echter Angebote durch Verbraucherzentralen und Marktindizes sowie Herstellerpreislisten. Angaben zu Förderung und Steuer stammen direkt von KfW und BAFA. Diese Rohdaten übersetzen wir in eigene Kalkulationsmodelle: Kostenblöcke aus Material und Lohn, gewichtet mit Aufwandsfaktoren und dem regionalen Preisniveau.
Preisentwicklungen ziehen wir je Gewerk nach, nicht pauschal - die Sätze bewegen sich unterschiedlich schnell, Dachdeckungsarbeiten zuletzt zum Beispiel deutlich stärker als Rohbauleistungen. Wo es belastbare Auswertungen echter Angebote gibt, kalibrieren wir dagegen statt gegen Ratgeberspannen.
Datenstand: Q3/2026. Unser Anspruch ist eine mindestens quartalsweise Aktualisierung; die Validierung durch Handwerksbetriebe bauen wir Schritt für Schritt auf. Langfristig fließen echte, von Nutzern gemeldete Projektpreise ein.
Grenzen der Schätzung
Kein Online-Rechner ersetzt die Besichtigung durch einen Fachbetrieb. Unsere Spannen decken typische Projekte ab - Sonderfälle (Denkmalschutz, Schadstoffe, schwieriger Zugang) können deutlich teurer werden. Alle Ergebnisse sind unverbindliche Richtwerte und kein Angebot. Nutze sie als Verhandlungsbasis und hole immer mehrere Angebote ein.