Was kostet eine Fassadendämmung?

Außenwand dämmen und verputzen

150

Umfang des Hauses mal Höhe, abzüglich Fenster und Türen. Ein freistehendes Einfamilienhaus kommt meist auf 130-200 m².

Dämmstoff
Dämmstärke

Die Förderung verlangt einen U-Wert von 0,20 W/m²K für die Außenwand - das schafft man mit etwa 16 cm eines üblichen Dämmstoffs.

Zustand der Fassade

Geschätzte Gesamtkosten

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Fassadendämmung: die Kosten im Überblick

Ein Wärmedämm-Verbundsystem kostet 2026 rund 120 bis 165 € pro m² Fassadenfläche inklusive Gerüst, Putz und Montage. Für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Fassade in EPS-Standardausführung mit 18 cm bedeutet das etwa 17.700 bis 23.400 €.

Anders als bei Photovoltaik oder Fenstern liegt der Schwerpunkt hier auf der Arbeitszeit: Lohn und Gerüst machen deutlich über die Hälfte der Summe aus, das Material nur gut ein Drittel. Deshalb schlagen regionale Stundensätze und die Zahl der Ecken, Erker und Anschlüsse stärker durch als die Wahl des Dämmstoffs.

EPS, Mineralwolle oder Holzfaser?

EPS - umgangssprachlich Styropor - ist der Standard und die günstigste Variante. Mineralwolle kostet etwa 20 € pro m² mehr, ist nicht brennbar und deshalb ab drei Vollgeschossen oder an Gebäudeabschlusswänden oft vorgeschrieben. Holzfaser ist die teuerste Option, punktet aber beim sommerlichen Hitzeschutz und bei der Ökobilanz.

Für die Förderung ist der Dämmstoff egal - entscheidend ist allein der erreichte U-Wert. Bei EPS und Mineralwolle brauchst du dafür etwa 16 cm, bei Holzfaser wegen der etwas schlechteren Dämmwirkung ein paar Zentimeter mehr.

Wann sich die Dämmung rechnet

Ehrlich gerechnet amortisiert sich eine Fassadendämmung über die Heizkosten allein erst nach vielen Jahren. Wirtschaftlich wird sie in zwei Fällen: wenn die Fassade ohnehin renoviert werden muss - dann zahlst du nur den Aufpreis für die Dämmung statt der vollen Summe - und wenn du auf eine Wärmepumpe umstellen willst.

Der Grund für den zweiten Fall: Eine gedämmte Hülle kommt mit niedrigeren Vorlauftemperaturen aus. Das hebt die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe und senkt die Stromkosten dauerhaft. Wer beides plant, sollte die Reihenfolge Hülle zuerst, Heizung danach einhalten - dann darf die Wärmepumpe kleiner ausfallen.

Diese Faktoren bestimmen den Preis

FaktorAuswirkung
DämmstoffEPS ab 110 €/m², Mineralwolle ab 130, Holzfaser ab 155
Dämmstärke22 statt 18 cm: ca. +7 %
Untergrundausbessern +8–15 €/m², Altputz abschlagen +18–32 €/m²
Gerüst8–14 €/m² Fassadenfläche
Fensterbänke, Rollladenkästen+900–2.200 € je Haus
Sockeldämmung+1.200–2.600 € inkl. Aushub
GebäudeformErker, Gauben und viele Ecken: mehr Zuschnitt und Lohn
Region±15 % je nach Bundesland (Stundensätze)

Häufige Fragen

Was kostet Fassadendämmung pro m²?

Rechne mit 120 bis 165 € pro m² Fassadenfläche für ein komplettes Wärmedämm-Verbundsystem inklusive Gerüst, Armierung und Oberputz. EPS liegt am unteren Ende, Mineralwolle und Holzfaser darüber. Muss zusätzlich Altputz abgeschlagen werden, kommen 18 bis 32 € pro m² dazu.

Was kostet die Fassadendämmung eines Einfamilienhauses?

Für ein freistehendes Einfamilienhaus mit rund 150 m² Fassadenfläche liegt die Spanne bei etwa 17.700 bis 23.400 € mit EPS und 18 cm Dämmstärke inklusive Gerüst. Mit Mineralwolle, Sockeldämmung und neuen Fensterbänken werden daraus schnell 25.000 bis 30.000 €.

Lohnt sich eine Fassadendämmung überhaupt?

Über die Heizkosten allein dauert die Amortisation lange. Richtig wirtschaftlich wird die Dämmung, wenn die Fassade ohnehin renoviert werden muss - dann zahlst du nur den Aufpreis - oder wenn eine Wärmepumpe folgen soll, weil die gedämmte Hülle deren Stromverbrauch dauerhaft senkt. Dazu kommen 15 % Förderung und ein spürbar besseres Raumklima im Sommer wie im Winter.

Wie dick muss die Dämmung sein?

Für die BEG-Förderung muss die Außenwand nach der Sanierung einen U-Wert von 0,20 W/m²K erreichen. Mit EPS oder Mineralwolle sind dafür etwa 16 cm nötig, üblich sind 18 cm. Dünnere Aufbauten mit 12 bis 14 cm sind billiger, verschenken aber Förderung und Einsparung - der Materialunterschied macht nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten aus.

Kann ich die Fassade selbst dämmen?

Technisch möglich, aber selten sinnvoll. Fehler beim Kleben, Dübeln oder an den Anschlüssen führen zu Rissen und Feuchteschäden, und für die Förderung brauchst du die Bestätigung eines Energie-Effizienz-Experten sowie eine Fachunternehmererklärung. Ohne Handwerksbetrieb entfallen damit sowohl Zuschuss als auch Steuerbonus. Realistische Eigenleistung ist das Freiräumen der Baustelle und die Gartenarbeit rund ums Haus.

Fassade dämmen oder erst die Fenster tauschen?

Am besten beides zusammen: Die Fensterlaibungen werden beim Dämmen ohnehin angearbeitet, und das Gerüst fällt nur einmal an. Wenn die Reihenfolge sein muss, gilt: erst die Gebäudehülle inklusive Fenster, dann die Heizung. Neue Fenster in eine ungedämmte Wand einzubauen, verschiebt den Taupunkt und kann in Ecken zu Schimmel führen.

Datenstand der Preisangaben: Q3/2026. Alle Werte sind unverbindliche Richtwerte - Details auf der Methodik-Seite.

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